Aber sie macht den Mund nicht auf... ! - Warum wir es allen recht machen wollen

 

Sie sitzt beim Arzt und hat fürchterliche Schmerzen. Diese Miesere zieht sich schon seit Wochen hin – Schmerzen, Schmerzmittel, die Wunde versorgen, nach Hause gehen. Die ersten Tage nach der Versorgung gehen immer noch, doch jeden Tag wird es etwas schlimmer.

 

Alle Menschen um sie herum denken, dass das doch nicht sein kann, es muss doch besser werden. Dann schaltet sich eine Person ein und geht mit zum Arzt. Sie spricht mit Ärzten, telefoniert und organisiert. Endlich kommt Bewegung in die Geschichte: andere Behandlung, neue Medikamente. Die Schmerzen werden Tag für Tag weniger.

 

Was ist passiert, eine Wunderheilung?

 

Nein, stattdessen hat die andere Person ausführlich mit den Ärzten gesprochen. Sie hat aufgezeigt, dass es so nicht weitergehen kann, dass etwas anderes versucht werden muss. Sie hat sich nicht in der üblichen Hektik abwimmeln lassen, hat Fragen gestellt, die Situation klar ausgeführt und Antworten gefordert.

Und sie sagt: „Das hätte alles ganz anders laufen können, aber sie macht ja den Mund nicht auf...!“

Denn die Frau hat nur kurz ihre Schmerzen angesprochen und sich dann gefügt. Ohne nachzufragen, zu hinterfragen oder alles verstanden zu haben, ist sie milde lächelnd, aber unzufrieden immer wieder nach der Behandlung nach Hause gefahren. Denn sie ist jemand, der keine Widerworte gibt, sondern sich den Vorgaben ihres Umfelds anpasst.

 

Ihr Umfeld drückt ihr Aufgaben aufs Auge, die sie ohne Widerspruch erledigt, auch wenn sie dazu weder Zeit noch Lust hat. Sie schweigt, statt ihre Meinung zu sagen oder passt ihre Meinung an die der anderen an und dreht sich dabei wie ein Fähnchen im Winde.

 

Sie ist jemand, die immer allen alles recht machen will.

Und bleibt dabei selbst auf der Strecke.

 

Wir neigen dazu, es allen recht machen zu wollen. Dafür gibt es verschiedene Gründe, z.B.:

 

- Wir wollen dazugehören. Schließlich sind wir soziale Wesen und es schmerzt, ausgeschlossen zu werden

 

- Wir wollen nicht, dass jemand böse auf uns ist und wir Kritik / Wut / Zorn auf uns ziehen.

 

So gut wie möglich versuchen wir dies zu vermeiden und machen es lieber den anderen recht.

 

Wer jetzt denkt: „Na, wenn ich es allen recht mache, dann mag mich jeder und ich habe mit niemandem Streit“, übersieht die Nachteile: Wer es allen recht macht, verbiegt sich in alle Richtungen, lässt sich von links nach rechts schieben und verleugnet sich selbst und seine Bedürfnisse.

 

Die eigene Einzigartigkeit geht verloren bzw. kann gar nicht erst ausgebildet werden. Und damit wird man zum Abziehbild von dem, wie andere einen haben wollen.

 

Kennst du die Situation, dass du es allen recht machen willst? Lässt du dir von anderen Arbeit aufdrücken, die du ohne Widersprüche erledigst? Wie gehst du damit um? Wo machst du es anderen recht, um nicht ausgeschlossen zu werden oder damit niemand auf dich böse ist?

 

Darüber will ich mit dir sprechen.

 

1 x im Monat biete ich einen kostenlosen Austausch Call an.

 

Im nächsten Austausch Call geht es um deine Erfahrungen, wo du dazu neigst es anderen recht zu machen.

 

Willst du wissen, wie es anderen mit diesem Thema geht? Ob sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wie du? Und wie sie damit umgegangen sind?

 

Wir treffen uns am Dienstag, 15.12.2020, um 20 Uhr für 1 Stunde auf Zoom.

Wenn du Lust hast dabei zu sein, melde dich unter schreibmir@verenabunte.com an.

 

Ich freue mich auf dich.

 

Alles Liebe, Verena

 

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