Was sind Glaubenssätze und wie kannst du sie verändern?

 

Im Coachingbereich wird sehr häufig von Glaubenssätzen gesprochen. Aber was ist das denn eigentlich? Und wie bekommt man sie und wie kann man sie verändern? Diesen Fragen will ich in diesem Blogartikel auf den Grund gehen.

 

Die meisten Glaubenssätze bilden sich in der Kindheit. Unser Gehirn ist bei der Geburt noch frisch und rosa. Man kann sagen, Festplatte ist quasi noch recht leer. Sie bildet sich erst im Laufe der Jahre aus und speichert Informationen ab.

 

Alle Dinge, die uns als Kind passieren, alle Begegnungen, alle Situationen, alle Reaktionen auf unser Verhalten, versuchen wir zu verstehen und einzuordnen. Wir bauen uns Erklärungsmodelle, was das Verhalten anderer für uns als Kind zu bedeuten hat. Die ersten 6 Jahre sind dabei die prägendsten.

 

Sind wir also in einer Situation, dass wir z.B. erleben, dass jemand (insbesondere unsere Eltern, allerdings oft nicht mit negativer Absicht) uns das Gefühl geben, zu störend, zu laut, zu neugierig, zu nervig, zu wenig vorzeigbar, usw. zu sein, dann ist unser Rückschluss: Aha, wenn ich nicht vorzeigbar bin, dann bin ich wohl nicht liebenswert. D. h. wir bauen uns eine Erklärung, um diese Information, die wir bekommen, einzuordnen. Aus diesem Rückschluss bildet sich der negative Glaubenssatz: Ich bin nicht liebenswert.

 

Niemand will das Gefühl haben nicht liebenswert zu sein. Um diesem Gefühl aus dem Weg zu gehen, entwickeln wir Strategien und tun alles, um eben doch liebenswert zu sein und um eben doch geliebt zu werden und Anerkennung zu bekommen. Wir passen unser Verhalten den Wünschen und Ansprüchen anderer Menschen an und sind bemüht z.B. ein liebes und artiges Kind zu sein und alles richtig zu machen.

 

Mit der Zeit werden wir älter und übertragen diese Glaubenssätze ins Erwachsenenalter, wo sie weiterhin unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen. So kann es also passieren, dass wir oft JA zu Dingen sagen, obwohl wir NEIN meinen. Kennst du das Gefühl? Dein Mund spricht ein Ja aus, obwohl dein Gefühl und dein Körper NEIN rufen?

 

Dann ist hier sicherlich ein Glaubenssatz am Werk, z.B. Wenn ich Nein sage, werde ich nicht geliebt.

 

Mit diesem Verhalten machst du es deinem Gegenüber zwar recht, aber in dir sträubt sich alles dagegen und du fühlst dich überhaupt nicht gut, weil du dein eigenes Bedürfnis übergangen hast.

 

Dieser Glaubenssatz war als Kind eine gute Hilfe, um in der verwirrenden Welt zurechtzukommen. Aber als Erwachsene machen uns diese Glaubenssätze oft das Leben schwer und hindern uns daran, voran zu kommen.

 

So kannst du deine Glaubenssätze verändern:

 

Der erste und wichtigste Schritt ist es, deine Glaubenssätze zu identifizieren.
Damit weißt du: Aha, das ist eine alte Prägung, die als Kind wichtig für mich war, aber für mein heutiges Leben gilt das nicht mehr, heute bin ich dem entwachsen.

 
Den Glaubenssatz positiv umformulieren:
Du bist jetzt erwachsen und kannst selbst bestimmen. Und damit hast du auch die Macht, deine Glaubenssätze neu zu definieren. Und zwar so, wie es dir heute dient.
 
Bewusstsein:
Mit der Zeit wirst du immer bewusster, wann gerade ein alter Glaubenssatz am Werk ist. Und in dem Moment, wo du das bemerkst, kannst du auf den neuen Glaubenssatz umschalten, der sich im Laufe der Zeit verfestigen wird.

 

Im übrigen haben wir alle eine ganze Menge Glaubenssätze – ich habe zumindest noch niemanden getroffen, der keine hat. Man kann seine Augen davor verschließen und alles von sich wegschieben, aber das bedeutet, dass man wie von einem Autopilot gelenkt wird.

 

Je mehr man seine Glaubenssätze aufdeckt, desto mehr beginnt man sein Leben bewusst zu führen.

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Applaus, Applaus - für dich und für mich:

In Verena hatte ich einen sehr einfühlsamen und gleichzeitig humorvollen Coach.

Es war wunderbar zu erleben, wie Verena je nach Thema aus einem wundervollen Methoden-Koffer das jeweils passende CoachingTool zauberte und mich so in das Erkennen der Lösung meines Themas führte. Auf der gemeinsamen Reise habe ich große Schritte in innere Freiheit und zu Selbstermächtigung mithilfe von Verenas Begleitung machen können. Ein sehr lohnenswerter Weg.

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Ich war sehr überlastet und konnte mir schlecht eine Pause gönnen. Die täglichen Aufgaben wuchsen mir über den Kopf und ich konnte nicht mehr entspannen, war ständig unter dem Druck etwas tun zu müssen. Heute kannich  mich besser entspannen, denn jetzt sehe ich was ich alles leiste und kann mich selbst besser wertschätzen.

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Ich würde die Arbeit mit Verena auf jeden Fall empfehlen, es lohnt sich. Ich bin dankbar, dass ich dabei sein durfte, denn diese Erfahrung ist für mich sehr wertvoll.

- Lena Bogdan -


Was du empfindest und mir sagst, kann ich annehmen und nehme ich sogar auf, weil ich spüren kann, dass du genau siehst /weißt und spürst, was ich brauche oder was es ist, das mir fehlt. Doch du hast auch so ein Mitgefühl und Einfühlungsvermögen - ich benenne es als wunderbare Gabe von dir das Herz zu fühlen und zuzuhören was das Herz blockiert und mich hindert mein Leben zu leben....

 

Ich glaube dir und ich vertraue dir und deiner Arbeit, die du tust! Es ist eine innere Arbeit, eine Seelenarbeit, die ich selbst noch nie tiefergehend erfahren habe, von der ich dennoch unglaublich angezogen bin. Denn ich schätze Menschen, wie du für mich einer dieser bist, die den Menschen und das ihm geschenkte Leben versuchen aus einer anderen Bewusstheit oder mit einer anderen Wahrnehmung heraus zu sehen, was in dieser leistungsorientierten und Status anstrebenden Welt so verloren geht!

 

Ich bin ergriffen von deiner Art, dem Wesen (was ich über deine Worte und deine Energie wahrnehme), wie du dich einsetzt mich zu ermutigen, mir zu helfen mich in mir zu festigen.

- Theresa K. -